Quadratisches Gemälde, auf dem eine Kriegsszene dargestellt ist. Soldaten erklimmen einen Berg. Einige Männer sind bereits gefallen. Es ist ein sonniger Tag.
Bild: Thomas Roessler (Historisches Museum Saar)

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Zwischen Preußischblau und Leichenblässe – Anton von Werners „Sturm auf den Spicherer Berg“

Kunst

Historisches Museum Saar, Saarbrücken 

  17:00 bis 18:00 Uhr

Am 6. August 1870 wurde südlich von Saarbrücken eine der ersten großen Schlachten des Deutsch-Französischen Krieges geschlagen.

Zehn Jahre später erhielt der bekannte Historienmaler Anton von Werner den Auftrag, für den Sitzungssaal des Alt-Saarbrücker Rathauses einen monumentalen Gemäldezyklus zu schaffen, der an die Ereignisse des Krieges erinnern sollte. Eines der eindrucksvollsten Bilder dieses Zyklus ist der „Sturm auf den Spicherer Berg“. Es zeigt den Angriff preußischer Soldaten auf die französischen Stellungen auf den Spicherer Höhen als heroische Schlachtszene, in der sich Heldenposen und dynamische Inszenierung mit erstaunlich ungeschönten Eindrücken von Gewalt, Angst und Tod verbinden.

Die Telefonführung nimmt von Werners Gemälde zum Ausgangspunkt für eine Betrachtung der Schlacht bei Spichern, ihrer künstlerischen Darstellung und ihrer späteren Erinnerung. Dabei widmen wir uns den zahlreichen Details eines Werkes, das als Teil des erhaltenen Saarbrücker Rathauszyklus heute zum Bestand des Historischen Museums Saar gehört.

Guide: Florian Deller

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